Aufwertung des Nikolaikirchhofes

Unser Antrag bezüglich des Granitbrunnens auf dem Nikolaikirchhofes. Selbstredend wurde der Antrag von allen anderen Fraktionen abgelehnt. Widersprüchliche Aussagen der Verwaltung sprechen dabei für sich. Das "Demokratie-Ei" wird öffentlich mit einem Text beworben, eine Aufwertung des Brunnens sei nicht nötig. Aha!

Anbei die Rede unseres Stadtrates Tobias Keller, welcher für unseren Antrag in der Ratsversammlung sprach.

Sehr geehrter Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren,


Wir wollen mit unserem Antrag, eine Aufwertung des Nikolaikirchhofes, vor allem für Touristen erreichen.
2003 wurde der Granitbrunnens, ein Entwurf des Londoner Architekturbüros David Chipperfield auf dem Nikolaikirchhof eingeweiht. Obwohl in der Ausschreibung zu diesem Brunnen nicht verlangt wurde, einen Bezug zur friedlichen Revolution mit diesem Brunnen herzustellen, war schnell im Volksmund der Begriff des überlaufenden Fasses oder auch des Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt, geprägt worden.
Leipzig als Stadt der friedlichen Revolution kann also stolz darauf sein, dass seine Bürger auch lange nach dieser so bewegenden Zeit, noch immer dieses Bild im Kopf haben.
Dies nun für Besucher erlebbar zu machen, als eine liebenswürdige Seite Leipzigs, ist unser Anliegen.
Dass man an Kunst im städtischen Raum oder an Kunst insgesamt keine Erklärungen anbringen könne, weil sie für sich stehe, ist nur ein Indiz für die geschmacklose Unsachlichkeit manches Stadtrates. Die Stadtverwaltung schreibt in ihrem Verwaltungsstandpunkt, dass der Brunnen im Internet ausreichend dokumentiert ist. Weshalb sind dann andere Kunstwerke kommentiert worden, die auch im Netz stehen?
Zudem schreibt die Stadtverwaltung, dass grundsätzlich keine interpretierenden Beschilderungen von Kunstwerken und Gestaltungen im öffentlichen Raum vorgenommen werden.
Hierzu ist anzumerken, dass es hierzu keinen Stadtratsbeschluss oder sonstigen Hinweis in einer geeigneten Form gibt.
Man sehe sich mal in Merseburg um, vielleicht trifft man ja dort auf die Rabensage. Dort kann man übrigens hin fahren auch ohne einem Rechner unter dem Arm, damit man im Internet dazu etwas findet.
In Leipzig sind die Demokratieglocke, das Goethedenkmal und viele Kunstwerke und Gestaltungen, die an die Opfer des 2.Weltkrieges erinnern, Beispiele für Interpretationen zu Kunstwerken.

Rede zum Antrag VI-A-05453 Symbolik des Brunnens auf dem Nikolaikirchhof öffentlich kennzeichnen

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