Marius Beyer: Die Karl-Liebknecht-Straße darf nicht zur Fahrradstraße werden!

Alle beteiligten Verkehrsteilnehmer müssen gleichberechtigt sein, ideologische Anträge lehnen wir ab. Die "Karli" darf als Hauptverkehrsader keine Fahrradstraße werden, andere Lösungen müssen getroffen werden.

Sehr geehrter Oberbürgermeister,
sehr geehrte Beigeordnete,
sehr geehrte Stadträte und Ortsvorsteher,
sehr geehrte Gäste,

der Antrag des Jugendbeirates bzw. eher des Jugendparlaments ist, höflich formuliert, an PKW-Feindlichkeit kaum zu übertreffen.
Wie so oft in Anträgen des Jugendbeirates wird auch in diesem Antrag reinste links-grüne Symbolpolitik für ein bestimmtes Klientel betrieben.
Um eine Beruhigung der Verkehrssituation geht es den Antragstellern nicht. Viel mehr versucht man den motorisierten Individualverkehr von der Straße zu verbannen – zum Wohlwollen der Grünen-Fraktion versteht sich.
Dass sich die sowieso schon angespannte Verkehrslage in der Leipziger Innenstadt dadurch verschlimmern würde, wurde bei der Erarbeitung dieses Antrages leider nicht bedacht. Eine Karl-Liebknecht-Straße als Fahrradstraße würde Auto- und motorisierte Zweiradfahrer zu Umwegen zwingen und weitere Straßenzüge verstopfen. Auch das gezielte Ausbremsen des Verkehrs, durch unnötige Geschwindigkeitsbegrenzungen, kann nicht in unserem Interesse sein.
Anders als die Antragsteller, sowie SPD und Grüne, wollen wir Harmonie zwischen Radfahrern und Autofahrern herstellen. Selbstverständlich kann der Radverkehr aus dem Leipziger Süden in Richtung Innenstadt als hoch eingestuft werden. Dies rechtfertigt eine Umstrukturierung der Karl-Liebknecht-Straße in eine Fahrradstraße dennoch nicht. Zu wichtig ist die Karl-Liebknecht-Straße - als Verbindung des Leipziger Südens zur Innenstadt - für den ÖPNV und den motorisierten Individualverkehr.

Zur Entspannung der Verkehrsproblematik in der „Karli“ sieht unser Änderungsantrag eine mögliche Umleitung des Radverkehrs über die parallel verlaufende Bernhard-Göring-Straße vor. In schlussfolgernder Konsequenz dazu, bleibt die Karl-Liebknecht-Straße in ihrer jetzigen Nutzungsform für den Fuß-, Rad- und PKW-Verkehr sowie den ÖPNV bestehen.
Aus eben aufgeführten Gründen bitte ich Sie deshalb, den Antrag des Jugendbeirates, sowie den Änderungsanträgen von SPD und Grünen abzulehnen und unserem Antrag zuzustimmen.


Vielen Dank!

Diese Seite verwendet Cookies. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung