Richtigstellung zum heutigen LVZ-Beitrag von Mark Daniel.

Offensichtlich scheint verstehendes lesen nicht zu den Tugenden eines Kulturredakteurs zu gehören.
Oder ist es die verdrehende Kreativität, die hier zugeschlagen hat?

Ich schrieb nicht von „Gewaltandrohungen und extremistische Verfolgungen, die im Stadtrat meist seine Partei träfen“. Doch lesen Sie selbst, ich lege meinen Originaltext bei, den ich Mark Daniel zukommen ließ.

Obige Äußerungen kommen vor, jedoch beziehen sie sich nicht auf Handlungsweisen des Stadtrates.
Im Leipziger Stadtrat werden die AfD-Stadträte nur verbal mit Hass und Hetze oder Verächtlichmachungen überzogen. An dieser ideologischen Diffamierung beteiligen sich auch nur zwei Parteien. Die SPD, die Linke und die CDU sind es jedenfalls nicht.

Preisrätsel: Aus welchen Parteien im Stadtrat ist undemokratisches, oder beleidigendes Verhalten gegen die AfD-Stadträte bisher verbal aufgefallen?


http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Ehrenamt-wird-zur-Zielscheibe-Das-sagen-Parteien-im-Leipziger-Stadtrat-dazu?fbclid=IwAR1nmmNtzAqQmheIK-p_7DNoTHGzqjqmXCaW0L5Hjg_G3sBY9Li4M7J6W8M

Hier mein Originaltext:
Leipziger Verlags- und
Druckereigesellschaft mbH & Co. KG
Kultur
z.Hd. Herrn Mark Daniel
Peterssteinweg 19
04107 Leipzig
Leipzig, 18.12.2018

Sehr geehrte Damen und Herren,
das gemeinsame Statement Leipziger Ehrenamtskoordinatoren in der Flüchtlingsarbeit zur jüngsten Asyl- und Migrationsdebatte haben wir erhalten.
Hierin wird die ehrenamtliche Arbeit der vielen Helfer in der Flüchtlingsarbeit positiv dargestellt.
Diese Bewertung teilen und unterstützen wir. Einige sind sogar selbst aktiv.
Eine vermehrte rassistische, verrohte oder gar extremistische Debatte gegen Ehrenamtliche, die sich in der Flüchlingshilfe engagieren ist uns nicht bekannt.
Vielmehr sind verrohte Äußerungen, Gewaltandrohungen und extremistische Verfolgungen von Menschen, die sich demokratisch einbringen und sei es nur im Stadtrat, an der Tagesordnung.

In den meisten Fällen trifft es hierbei den neuen politischen Mitbewerber, die AfD.

Dass den vielen Ehrenamtlichen nach über drei Jahren langsam die Puste ausgeht, wurde schon 2015 zu Beginn der Flüchtlingswelle von uns prognostiziert, wofür man uns ausgiebig beschimpfte.

Wenn eine Regierung Festlegungen trifft, deren langfristige Wirkung sie nicht abschätzen kann, dann muss sie auch mit den Konsequenzen leben. Es reicht nicht, wenn man diejenigen beschimpft, die Missstände aufdecken um sie zu beseitigen. Es reicht auch nicht, wenn man Wähler oder Parteigänger pauschal als rechtspopulistisch diskriminiert und andere widerwärtigere Ausdrücke dafür verwendet.

Eine Regierung beziehungsweise alle Mandatsträger sollten Vorbild sein in Sprache, im Handeln und im Vorleben. Bürger, die sich wundern, mit welcher Wucht hier demokratische Gepflogenheiten ausgehebelt, ja bekämpft werden unter dem Deckmantel, man wolle die Demokratie retten, wenden sich von denen ab, die ihnen kein Vorbild mehr sein wollen oder können.

Es tut uns leid, dass nach uns als AfD nun auch die Ehrenamtlichen (auch wir Stadträte gehören dazu) offensichtlich erfahren müssen, dass hier sehr viel getan werden muss und dass eben nicht das viele Geld ausschlaggebend für den Erfolg der Integration von Menschen ist, sondern vielmehr die Gegenseitigkeit.
Integration ist nicht allein Aufgabe der Zivilgesellschaft, sondern zuvorderst die Aufgabe der Eingewanderten und des Staates, der allzu oft Bedingungen schafft, die dann die Kommunen auszubaden haben.
So lange jedes Jahr eine weitere Kleinstadt von Menschen nach Deutschland zuwandert, müssen Rahmenbedingungen angepasst werden, die das bewältigen können. Die Last den Ehrenamtlichen Helfern zu überlassen und inzwischen sogar Jugendliche für diese Aufgaben zu instrumentalisieren
lehnen wir ab.

Denen, die nach weiteren Migrationsströmen rufen oder den Facharbeitermangel beklagen, sagen wir: Organisieren Sie das! Dann werden Sie bald an Ihre Grenzen stoßen und die Grenzschließung fordern, die so gut funktioniert hat beim G20-Gipfel.

Letzter Aspekt:
Je mehr die Probleme verschwiegen, totgeredet und unter den Tisch gekehrt werden, die offensichtlich da sind, desto schwieriger wird es, ehrenamtlich arbeiten zu können ohne sich rechtfertigen zu müssen. Die Bürger dieser Stadt, des Freistaates Sachsen und Deutschlands sind mündig und sehen jeden Tag, welche Probleme die Migration bereitet. Ja, sie haben Angst vor der explodierenden Kriminalität, ihnen wird mulmig an Weihnachtsmärkten und Volksfesten, die schwerbewaffnet geschützt werden müssen statt dass man diese Kräfte bündelt und an die Grenze Deutschlands oder wenigstens Europas stellt, wo sie hin gehören.
Hetze und Hass müssen wir AfD-ler sehr oft über uns ergehen lassen und aushalten und wünschen uns nichts mehr als ein friedliches Miteinander. Insofern können wir Ihren Hilferuf sehr gut verstehen, der sicher von ähnlichen Voraussetzungen ausgeht. Eine Differenzierung und eine Rückbesinnung auf demokratische Werte, die Beteiligung statt Ausgrenzung meint, würde und allen sehr helfen.

Mit freundlichem Gruß
Tobias Keller
Fraktionsvorsitzender
Stadtrat der
AfD-Stadtratsfraktion Leipzig

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