Stellungnahme zum Lob der Landeskirche zum Koalitionsvertrag von CDU, Grüne und SPD

Dass die sächsische evangelische Landeskirche (EVLKS) den ausgehandelten Koalitionsvertrag der drei sächsischen Parteien, welche die Landtagswahlen am 01.September 2019 verloren hatten, mit sinnarmen Worthülsen lobt, war absehbar.

Reiht sich das Lob doch in dauerhafte Demutshaltungen mit Verneigungen an die Regierenden im Lande ein. Einmal mehr wird die Nähe von Kirchenvertretern in Verantwortung zur staatlichen Obrigkeit deutlich. Ein kritisches Wort durch die Evangelische Landeskirche Sachsen zum negativen Auseinanderdriften der Gesellschaft sucht man in der Erklärung vergebens. Nicht erst seit dem letzten Wahlkampf sind deutliche Demokratiedefizite - dreißig Jahre nach der Friedlichen Revolution - zu beklagen, leider auch bei Kirchenoberen der Landeskirche. Zu mehr Glaubwürdigkeit der stark schrumpfenden evangelischen sächsischen Landeskirche trägt auch diese Wortmeldung nicht bei.

Jörg Kühne, MdL Kirchenpolitischer Sprecher
der AfD-Landtagsfraktion Sachsen

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